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Susitna Gletscher in Alaska

Der Susitna Gletscher in Alaska wirkt auf diesem Falschfarbenbild wie ein Fluss, der gespeist von seinen Nebenflüssen, ins Tal strömt. Durch die Falschfarbendarstellung erscheint die Vegetation auf diesem Bild leuchtend rot, die reine Eisoberfläche in hellblau und weiß, mit Sediment bedecktes Eis (Mittel- und Seitenmoränen) in braun und Wasser in dunkelblau. Die Dynamik des Gletschers wird in der Bildmitte deutlich, wo ein Nebengletscher seine Eismassen von der Seite in den Hauptgletscher schiebt.

 

Ort: Alaska

Aufnahmedatum: 27.8.2009

Sensor: Terra ASTER

Kanalkombination: G/R/IR

NASA/GSFC (Jesse Allen, Robert Simmon)
Überschwemmung in Sibirien

Sibiriens Flüsse werden in jedem Frühjahr überflutet, da das Eis im südlichen Oberlauf schmilzt, bevor die Flussmündung im Norden eisfrei ist. Im Bild sind die Überflutungen der Flüsse Pur (links), Taz (Mitte) und Yenisey (rechts) zu erkennen. Im Falschfarbenbild erscheinen Eis und Schnee in rot, Wolken in weiß, Wasser in schwarz, Vegetation in grün und unbedeckter Boden in braun.

 

Ort: Russland, Sibirien

Aufnahmedatum: 18.6.2002

Sensor: Terra MODIS

Kanalkombination: NIR/MIR

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Gletscher in der Antarktis

Der Matusevich-Gletscher in der Antarktis fließt in Richtung der Ostküste und schiebt sich dabei durch einen Kanal im Gebirge. Sobald die bis dahin eingeengte Gletscherzunge das Ende des Gebirges erreicht hat, kann sich das Eis ausbreiten und kalbt in den Ozean. Die Wellenbewegungen des Meeres brechen die Eismassen dann in kleine Stücke, welche als Eisberge ins offene Meer treiben.

 

Ort: Antarktis

Aufnahmedatum: 6.9.2010

Sensor: EO-1 - ALI

NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Braunkohletagebau in Deutschland

Das Bild zeigt eine 30x36km große Fläche in Nordrhein-Westfalen. Die unzähligen rechteckigen Flächen sind landwirtschaftliche Felder. Helle Grüntöne zeigen Pflanzenwachstum, dunkle Grüntöne Waldgebiete, während Grautöne unbedeckten Boden darstellen. Siedlungsflächen zeichnen sich durch die Ansammlung blaugrauer Pixel aus, die durch dünne Linien (Straßen) verbunden sind. Die drei Großformen, die sich durch helles weiß und dunkelblau von den Grüntönen abheben, sind die großen Braunkohletagebaugebiete, Garzweiler, Hambach und Inden.

 

Ort: Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Aufnahmedatum: 28.8.2000

Sensor: Terra ASTER

NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov
Flut am Sambesi

Der Sambesi ist der viertlängste Fluss Afrikas. Entlang seines Weges stürzt er bei den Victoriafällen über 110m in die Tiefe, fließt durch tiefe Schluchten und breitet sich über weite Auen aus. Auf dem Bild zu sehen sind die Flüsse Sambesi (oben) und Chobe (unten) während des jährlich wiederkehrenden Hochwassers. Der grüne Teil des Bildes lässt Überflutungsgebiete erkennen, während der braun-gelbliche Teil relative Trockenheit anzeigt. Die scharfe Abgrenzung der beiden Landschaftseinheiten lässt sich durch die Mambova-Verwerfung erklären: Das trockene Gebiet liegt höher als das überflutete Gebiet in der Senke.

 

Ort: Kasane, Namibia

Aufnahmedatum: 8.5.2010

Sensor: EO-1 - ALI

Kanalkombination: R/G/B

 

NASA/Earth Observatory (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov/
Precision Farming in Minnesota

Das Falschfarbenbild zeigt Farmen entlang des Buffalo River im Bundesstaat Minnesota, USA.  Hinter dem Begriff „Precision Farming“ verbirgt sich unter anderem die Überwachung der Pflanzengesundheit mit Hilfe von Satellitenbildern. Durch die Abbildung im infraroten Spektrum ergibt sich für die Farmer eine Fülle von Informationen über ihre Felder.
Gelbe Bereiche im Bild zeigen von Schädlingen befallene Kulturen, Rottöne markieren gesunde Pflanzen und schwarz deutet auf zu viel Wasser im Boden hin. Auch Unkraut und Hagelschäden können mit Hilfe der Fernerkundung aufgespürt werden.

 

Ort: Minnesota, USA

Aufnahmedatum: 10.9.2009

Sensor: Landsat 5 - TM

Kanalkombination: G/R/NIR

NASA (Jesse Allen); USGS; Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Pinguinspuren

Die Kaiserpinguine der Antarktis sind stark gefährdet. Durch den Anstieg der globalen Temperatur wird das Eis im Süden schnell abschmelzen und die Vögel ihren natürlichen Lebensraum verlieren. Um herauszufinden, wie viele Pinguine in der Antarktis leben, nutzen Forscher Satellitenbilder. Da die Pinguine selbst wegen ihrem schwarz-weißen Federkleid schwer zu erkennen sind, sucht man ihre Hinterlassenschaften. In der Bildmitte sind braune Schlieren zu erkennen, die nicht vom Eis der Antarktis stammen können und somit organischen Ursprungs sein müssen: Dieses sogenannte Vogel-Guano ist ein eindeutiger Hinweis auf die Anwesenheit einer Pinguinkolonie.

 

Ort: Antarktis

Aufnahmedatum: 4.12.2002

Sensor: Landsat 7 ETM+

NASA/GSFC; Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Bewässerungsfeldbau im Iran

Südlich von Isfahan, im ariden Gebiet des gebirgigen Iran befindet sich die Stadt Gandoman. Am Fuß des Gebirges wird entlang eines Flusses in den flachen Ebenen Bewässerungsfeldbau betrieben. Grüne Flächen sind mit Vegetation bedeckt, während brachliegende Felder an der erdfarbigen Tönung zu erkennen sind. Das dunkelbraune Dreieck in der Bildmitte zeigt ein Feuchtgebiet. Eindeutig zu erkennen ist die fächerförmige Struktur der Anbaugebiete, die sich am Fuß der steilen Hänge auf fruchtbaren Schwemmkegeln ausbreiten.

 

Ort: Gandoman, Iran

Aufnahmedatum: 30.9.2010

Sensor: EO-1 - ALI

NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
San Francisco, USA

Die vier Bilder zeigen die Region um San Francisco Bay, USA, mit unterschiedlichen Kanalkombinationen.
Oben links lässt die Kanal-Kombination von sichtbarem Licht und reflektiertem Infrarot die Vegetation rot und städtische Gebiete grau erscheinen. Sediment in den Buchten zeigt sich in hellen Blautönen. Die Kanal-Kombination aus kurzwelligem Infrarot (oben rechts) verdeutlicht die unterschiedlichen Böden und Gesteine in der Gebirgsregion. Unten links bringen multispektrale thermische Kanäle die Unterschiede in den städtischen Oberflächen durch verschiedene Farben besonders zum Ausdruck. Mit verschiedenen Thermalkanälen unten rechts wird die Wassertemperatur visualisiert: Warme Gewässer sind in weiß, gelb und rot dargestellt, blau steht für kältere Gewässer. Die Suisun Bay in der rechten oberen Ecke wird direkt aus dem kalten Sacramento River gespeist. Fließt das Wasser auf dem Weg in den Pazifik durch den San Pablo und die San Francisco Bay, wärmt es sich auf.

 

Ort: USA, San Francisco

Aufnahmedatum: 03.03.2000

Sensor: Terra ASTER

Kanalkombination: verschieden, siehe oben

 

NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov
Guelb er Richat, Mauretanien

Seit den ersten Weltraummissionen gehört die ringförmige Struktur „Guelb er Richat“ im Nordwesten Afrikas zu den auffälligsten Orientierungspunkten für Astronauten. Das "Auge Afrikas" hat einen Durchmesser von 45 km und wurde ursprünglich als Ergebnis eines Meteoriteneinschlags interpretiert. Inzwischen geht man davon aus, dass es sich um eine kreisförmige Hebung verschiedener Erdschichten handelt. Unterschiedlich feste Gesteine wurden über lange Zeit verschieden stark erodiert und gaben der Struktur ihr heutiges Aussehen. Warum die Form annähernd kreisrund ist, konnte jedoch noch nicht abschließend geklärt werden.

 

Ort: Mauretanien, Nordafrika
Aufnahmedatum: 31.3.2003
Sensor: Landsat ETM+

 

 

USGS; Link: http://www.usgs.gov
Hudson Bay, Kanada

Das Bild zeigt die beiden Zwillingsinseln im südlichen Teil der Hudson Bay (North und South Twin Island). Die Eisdecke der Hudson Bay bricht jedes Frühjahr auseinander. Der südwestliche Bereich, in dem die beiden Inseln liegen, ist meist die letzte Zone mit einer geschlossenen Eisdecke. Klimaforscher beobachten die Schmelzvorgänge der Arktis mit Besorgnis: Die eisfreien Phasen haben in den letzten Jahren zugenommen, was als Zeichen der Klimaerwärmung gedeutet wird.

 

Ort: Hudson Bay, Kanada

Aufnahmedatum: 20.2.2002

Sensor: Landsat ETM+

Kanalkombination: MIR/NIR

USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Al-Basrah

Nördlich der Stadt Al-Basrah im Irak an der Grenze zu Iran wurde ein ehemaliges Sumpfgebiet trockengelegt. Heute wird das Gelände als Truppenübungsplatz genutzt.

 

Ort: Irak, Al-Basrah

Aufnahmedatum: 24.01.2001

Sensor: Landsat ETM+

Kanalkombination: IR/G/B

USGS/EROS; Link: http://eros.usgs.gov/
Hurricane Igor

Hurricane Igor, einer der stärksten Hurricanes im Jahr 2010, entwickelte sich im September über den Kapverdischen Inseln. Tropische Zyklone, die hier ihren Ausgangspunkt nehmen, wandern in Richtung Westen über den Atlantik und können besonders stark werden, weil sie auf dem weiten Weg über das Meer sehr viel warmes Wasser aufnehmen und so eine positive Rückkopplung (Selbstverstärkung) stattfindet. Mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von 250 Km/h wurde Igor als Hurricane der Kategorie 4 eingestuft, in der katastrophale Zerstörungen an Land möglich sind. Dies war am 20. und 21.9.2010 auf Neufundland der Fall.

 

Ort: Atlantik

Aufnahmedatum: 13.9.2010

Sensor: Aqua MODIS

 

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Gletscher in Alaska

Auf dem Falschfarbenbild ist die Zunge des Malaspina Gletschers (Bildmitte) zu sehen. Der Gletscher bahnt sich seinen Weg von Norden aus dem gut ersichtlichen Gebirge und wird im unteren Bildteil deutlich durch seine Endmoräne vom Meerwasser getrennt. Ohne die Moräne oder auch bei steigendem Meeresspiegel würde der Gletscher in Kontakt mit dem wärmeren Meerwasser treten und noch schneller zurückweichen, als dies jetzt bereits der Fall ist. Satellitenbilder und Messungen am Boden zeigen, dass die meisten Gletscher Alaskas dünner werden und nur wenige Dutzend an Eismasse zunehmen.

 

Ort: Alaska

Aufnahmedatum: 27.4.2003

Sensor: Landsat 7 ETM+

Kanalkombination: B/G/NIR

USGS; Link: http://www.usgs.gov
Vesuv

Dieses Bild zeigt den Vesuv, den einzigen aktiven Vulkan auf dem europäischen Festland. Im Jahr 79 n.Chr. brach der Vesuv aus und begrub das umliegende Gebiet unter einer bis zu 30 m hohen Ascheschicht. Die Ausgrabungsfunde der Stadt Pompeji stellen eine Momentaufnahme des römischen Lebens von vor 2000 Jahren dar: Perfekt erhaltene Holzgegenstände, Lebensmittel und die Abdrücke von Hunderten von Opfern der Katastrophe. Der Vesuv ist nie ganz zur Ruhe gekommen und wird ständig auf mögliche Anzeichen einer neuen Eruption überwacht. Das Bild zeigt imposant, welch großen Einfluss der Vesuv im Falle einer Eruption auf die ihm zu Füßen liegende Stadt Neapel hätte.

 

Ort: Italien, Pompeji

Sensor: Terra ASTER

Aufnahmedatum: 26.09.2000

Spektralbereich: Sichtbares Licht / Nahes Infrarot

NASA/GSFC/METI/Japan Space Systems; U.S./Japan ASTER Science Team; Link: http://asterweb.jpl.nasa.gov
Sanddünen, Idaho

Entlang des Highway 20 von Idaho Falls in Richtung Yellowstone National Park dominieren grüne und goldene Felder die fruchtbare Ebene des Snake River. Die kreisrunden Flächen zeichnen großflächig bewässerte Ackerflächen aus. Die weißen Dünen entstanden zum Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren, als das Klima der Erde langsam wärmer und trockener wurde. Seen und Flüsse trockneten aus und hinterließen feinen Sand. Anhaltende Winde aus dem Südwesten bliesen den Sand in Richtung Nordosten über Lavafelder, welche im Bild dunkel erscheinen.

 

Ort: Idaho, USA

Aufnahmedatum: 25.9.2010

Sensor: EO-1 - ALI
Kanalkombination: Rot / Grün / Blau

NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Karussellbewässerung in Kansas

Ca. 80% des globalen Wasserverbrauchs gehen auf das Konto des Bewässerungsfeldbaus für landwirtschaftliche Produktion. Auf dem Falschfarbenbild, aufgenommen über Kansas, erscheint gesunde Vegetation rot, während sich die landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen durch konventionelle und kreisrunde Bewässerung kenntlich machen. Diese sogenannte Karussellbewässerung wird vor allem in trockenen Gebieten mit hoher Flächenausstattung betrieben. Ihre charakteristische Form ist vom All aus deutlich zu erkennen.

 

Ort: Kansas, USA

Aufnahmedatum: 26.9.2010

Sensor: Terra ASTER

Kanalkombination: Vis/NIR

USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Mertz-Gletscher und Eisberge

Der Mertz-Gletscher in der östlichen Antarktis reicht weit ins Meer hinein, seine Gletscherzunge ist in Richtung Australien und Neuseeland gerichtet. Durch das Abbrechen von Eis, dem sogenannten Kalben, entstehen regelmäßig Eisberge, die oft mehrere Quadratkilometer groß sind. Diese Kolosse durchqueren dann mit den Meeresströmungen über Monate oder Jahre die Antarktis. Sobald sie in nördlichere, wärmere Gebiete abdriften, beginnen sie zu schmelzen.

 

Ort: Mertz-Gletscher, Ost- Antarktis

Aufnahmedatum: 1.1.2010

Sensor: EO-1 - ALI

 

NASA (Jesse Allen); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Überschwemmung in Bangladesch

Bangladesch ist einer der bevölkerungsreichsten Staaten der Erde. Als Mündungsgebiet von Brahmaputra, Meghna und Ganges liegt die Landoberfläche in Bangladesch nur wenig über dem Meeresspiegel. In Folge des globalen Wandels wird die Bevölkerung zukünftig verstärkt Risiken aus verschiedenen Himmelsrichtungen ausgesetzt sein: Von Norden drohen Überflutungen durch stark zunehmende Extremabflüsse, von Süden kommt das Wasser mit dem Anstieg des Meeresspiegels immer näher. Ein realistisches Szenario bietet das Satellitenbild von Herbst 2004, als Bangladesch unter Hochwassereinfluss stand.

 

Ort: Bangladesch, Asien

Aufnahmedatum: 20.10.2004

Sensor: Terra MODIS

 

NASA/GSFC; LInk: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Regen in Australien

Nach einer mehrjährigen Dürre kam der normalerweise regelmäßig auftretende Regen 2004 in die Region um Queensland und New South Wales zurück. Obwohl die Starkniederschläge großflächige Überflutungen verursachten und dadurch Städte isolierten und infrastrukturellen Schaden anrichteten, waren sie bei den Australiern sehr willkommen. Im Falschfarbenbild sind die Wassermassen an ihrer türkis-blauen Farbe sehr gut zu erkennen.

 

Ort: Nordostaustralien

Aufnamedatum: 18.1.2004

Sensor: Terra MODIS

Kanalkombination: VIS/NIR/SWIR

NASA/GSFC; Link: http://www.nasa.gov/centers/goddard/
Hangrutschungen in Brasilien

Diese Bilder zeigen die Hügel nördlich von Teresopolis in Brasilien am 24.5.2010 und am 2.2.2011. Im Januar 2011 ereigneten sich katastrophale Hangrutschungen, die 860 Menschenleben kosteten. Die Schlammlawinen sind im rechten Bild als hellbraune Streifen erkennbar. Der Grund für die Naturkatastrophe ist im Bau von Favelas an den steilen Hängen zu finden: Für die Errichtung der Siedlung wurden Bäume gefällt, deren Wurzeln für die Festigkeit des Bodens sorgen. Zudem konnte der Boden nicht mehr genug Wasser aufnehmen, um aus starken Regenfällen keine Schlammlawinen entstehen zu lassen.

 

Ort: Teresopolis, Brasilien

Aufnahmedatum: 24.5.2010, 2.2.2011

Sensor: EO-1 - ALI

 

 

 

NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Las Vegas wächst

Die zwei Bilder im Vergleich zeigen das rasante Wachstum von Las Vegas in Nevada zwischen 1973 und 2002. Die Stadt ist eine der am schnellsten wachsenden der USA. Die hohe Zuwanderungsrate und Ausdehnung in der Fläche haben negative Auswirkungen auf den Wasserhaushalt in der Region, die natürlicherweise einen wüstenhaften Charakter aufweist. Um dem Problem zu begegnen, erließ die Politik strenge Regelungen: Neue Swimmingpools dürfen nicht mehr gebaut werden, Springbrunnen müssen mit Abwasser betrieben werden und die Sprengung des Rasens im Garten ist nur noch an bestimmten Wochentagen erlaubt.

 

Ort: Las Vegas, USA

Aufnahmedatum: 10.6.1973 und 10.6.2002

Sensoren: Landsat 5 und Landsat 7

 

USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Egmont-Nationalpark

Der derzeit inaktive Vulkan Mount Taranaki im Egmont-Nationalpark im Westen von Neuseelands Nordinsel liegt in einer Zone mit hohen Niederschlagsmengen und mildem Meeresklima. Der Gipfel des fast perfekt symmetrischen Stratovulkans ist im Bild schneebedeckt. Durch die radiale Eingrenzung des Naturschutzgebietes um den Krater ergibt sich ein auffälliges Muster der Landbedeckung. Der üppige Regenwald rund um den Vulkan grenzt sich scharf gegenüber dem umliegenden menschlich genutzten Weide- und Ackerland ab.

 

Ort: Nordinsel Neuseeland

Aufnahmedatum: 27.5.2001

Sensor: Terra ASTER

 

NASA/GSFC; Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Landgewinnung am Gelben Fluss

Chinas Huang He (Gelber Fluss) ist der am meisten Sediment befördernde Fluss der Erde. Auf dem im Flussdelta abgelagerten Sediment wurden im Laufe der Zeit befestigte Siedlungen und Industrieanlagen errichtet. In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurden Dämme und Deiche angelegt, um die neue Infrastruktur vor Überschwemmungen zu schützen. Seit den 1970er Jahren sinkt der Pegel des Flusses im Delta wegen der steigenden Nachfrage nach Wasser allerdings stetig. Die beiden Satellitenbilder zeigen die Veränderung des Deltas innerhalb von nur 20 Jahren.

 

Ort: China

Aufnahmedatum: 2.7.1979 und 23.10.1999

Sensor: Landsat 7 ETM+

Kanalkombination: G/R/NIR

USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Künstliche Inseln in Katar

Das Bild von Doha, der Hauptstadt Katars im Persischen Golf wurde mit einer Digitalkamera von der Internationalen Raumstation ISS aus aufgenommen. Ringstraßen rund um das Zentrum zeigen die allmähliche Ausdehnung der Stadt vom historischen Stadtkern aus.
Vor der Küste der West Bay Lagoon sieht man die neu errichtete künstliche Insel Pearl-Katar. Hauptsächlich als Wohngebiet vorgesehen, werden die Residenzen thematisch an arabischen, mediterranen und europäischen Kulturelementen orientiert erbaut. Die Namensgebung erinnert an die Funktion des Ortes als Tauchrevier für Perlentaucher.

 

Ort: Doha, Katar

Aufnahmedatum: 5.10.2010

Sensor: ISS Digitalkamera

NASA/JSC; ISS Crew Earth Observations; Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Vulkanasche des Eyjafjallajökull, Island

Island befindet sich in der geologisch besonders aktiven Zone der auseinander driftenden äußeren Erdhülle (divergierende Lithosphäre) und liegt direkt auf dem Mittellatlantischen Rücken. Hier befinden sich viele aktive Vulkane, die wegen des kalten Klimas teilweise von Gletschern bedeckt sind. Durch den Ausbruch des von einem Gletscher bedeckten Vulkans Eyjafjallajökull entstand 2010 eine riesige Aschewolke, die - wie im Bild zu sehen - nach Süden zog. Die Wolke legte den Flugverkehr in Europa für mehrere Tage weitgehend lahm und verursachte dadurch einen enormen wirtschaftlichen Schaden.

 

 

Ort: Island

Aufnahmedatum: 11.5.2010

Sensor: MODIS Terra

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Alpen im Winter

Im Bild ist der Alpenbogen unter einer winterlichen Schneedecke zu sehen. Die Alpen sind das höchste Gebirge in Europa, sie erstrecken sich über 1.200 km Länge von Ost nach West und in eine maximale Höhe von 4.810 m ü. NN (Mont Blanc, Frankreich). Das Gebirge entstand während der Alpidischen Orogenese, der jüngsten Gebirgsbildung in der Erdgeschichte (ca. 100 Mio. bis 5 Mio. Jahre vor heute). Ihre derzeitige Gestalt erhielten die Alpen während der letzten Eiszeiten im Pleistozän, als mächtige Gletscher große Teile des Gebirges und seines Vorlandes bedeckten.

 

Ort: Europa, Alpen

Aufnahmedatum: 17.1.2011

Sensor: MODIS Terra

Kanalkombination: R/G/B

NASA/GSFC, Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Zagros Gebirge, Iran

Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Zagros Gebirges, das sich über 1500 km von Westen bis Süd-Westen des Irans erstreckt. Hier treffen die Eurasische und die Arabische Kontinentalplatte aufeinander. Das Gebirge entstand im Rahmen der Alpidischen Orogenese, welche die jüngste Gebirgsbildung der Erdgeschichte darstellt. Bis heute wachsen die Berge des Zagros in die Höhe.

 

Ort: Iran

Aufnahmedatum: 2.2.2000

Sensor: Landsat 5, Landsat 7 ETM+

Kanalkombination: G/SWIR/IR

USGS/EROS ; Link: http://visibleearth.nasa.gov
Kalbender Gletscher in Grönland

Auf dem Bild kalbt ein Gletscher in Grönland (blau) ins Meer (schwarz) und ist im Bild oben und unten von Landmasse (rot) umgeben. In den vergangen Jahren waren wenige Orte dieser Erde schwerer von dem sich erwärmendem Klima betroffen als die Arktis: Das Eis am Rand der gigantischen Eiskappe wird immer dünner und Gletscher kalben mit zunehmender Geschwindigkeit. Es bleibt abzuwarten, ob zunehmende Schneefälle auf der inneren Landmasse den Verlust von gefrorenem Material an ihrem Rand ausgleichen können.

 

Ort: Grönland
Aufnahmedatum: 30.9.2002
Sensor: Landsat 7 ETM+
Kanalkombination: R/NIR/SWIR

USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Überschwemmung in Ostchina

Zu sehen ist der Yangtze Fluss, der sich mit seinen zahlreichen Zuflüssen durch das Bild schlängelt. Zwischen dem Flussdelta am rechten Bildrand und dem großen See ist deutlich die teilweise überflutete Millionenstadt Shanghai zu erkennen. In der Falschfarbenkombination erscheint die Landoberfläche gelblich, während Wasser in dunklem rot bis braun dargestellt wird.

 

Ort: China, Shanghai

Aufnahmedatum: 1.8.2003

Sensor: Terra MODIS

Kanalkombination: NIR/MIR

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Ölpest im Golf von Mexiko

Am 20. April 2010 explodierte die von BP gepachtete Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko. Der Unfall hatte eine der schwersten Umweltkatastrophen unserer Zeit zur Folge: Über Monate strömten mehrere Hundertmillionen Liter Erdöl ungehindert ins Meer. Das Öl verschmutzte nicht nur den Golf von Mexiko nachhaltig, sondern erreichte auch das Delta des Mississippi. Es wird vermutet, dass Anteile des Öls in die weltumspannenden Meeresströmungen gelangten und sich seither global verteilen. Der auf dem Bild zu sehende Ölteppich zeigt nur einen geringen Teil des wahren Ausmaßes der Katastrophe.

 

Ort: Golf von Mexiko

Aufnahmedatum: 25.4.2010

Sensor: Aqua MODIS

 

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Waldbrände im Westen Russlands

Das Satellitenbild zeigt die Rauschwaden über West-Russland, die von den verheerenden Wald- und Torfbränden im Sommer 2010 stammen. Ursache für die Brände war eine anhaltende Hitzewelle, die durch die sogenannte Omega-Wetterlage verursacht wurde. Dabei entstand über Russland ein extrem stabiles Hochdruckgebiet. Insgesamt wurden 30 000 Waldbrandherde registriert, die sich über eine Fläche von über 1,2 Millionen Hektar erstreckten.

 

Ort: Westen Russlands

Aufnahmedatum: 05.08.2010

Sensor: Terra MODIS

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Carajás Eisenerzmine, Brasilien

Auf dem Bild ist eine der weltweit größten Eisenerztagebauflächen zu sehen, der Carajás Eisenerzmine. Schicht für Schicht werden hier Mineralien von der Oberfläche abgetragen. Im Jahr 2007 wurden in der Mine 296 Mio. Tonnen Eisenerz gewonnen. Es wird geschätzt, dass in Carajás rund 18 Milliarden Tonnen Eisenerz, Gold, Mangan, Kupfer und Nickel lagern. Die rote Erde des Tagebaus steht in starkem Kontrast zum umgebenden Regenwald. An den Rändern des Bildes erkennt man, dass Regenwald zu Gunsten von Agrarland gerodet wurde.

 

Ort: Para, Brasilien

Aufnahmedatum: 26.7.2009

Sensor: EO-1 - ALI

NASA (Jesse Allen); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Salzsee in Australien

In Zentral-Australien erstreckt sich über die Grenzen mehrerer Bundesstaaten hinweg eine Fläche von „eintägigen Seen“. Mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 149 bis 216 Millimetern pro Jahr sind die Seebecken die meiste Zeit des Jahres staubtrockene Salinen. Gelegentliche Regenfälle füllen sie mit Wasser. Das Bild zeigt den östlichen Rand des im südlichen Australien gelegenen Lake Frome. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist er ein trockener, mit weißem Sediment gefüllter Salzsee. Innerhalb des Sees ist die Oberfläche uneben und von tropfenförmigen Hügeln geprägt.

 

Ort: Australien

Aufnahmedatum: 7.3.2009

Sensor: EO-1 - ALI

 

NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); USGS; Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Brasilia, Brasilien

Brasilia ist eine von Grund auf geplante Stadt. Die Planungen für die am 21. April 1960 offiziell eingeweihte Hauptstadt Brasiliens stammen von dem Stadtplaner Lucio Costa und dem Architekten Oscar Niemeyer. Seit ihrer Gründung erfährt die Stadt ein stetiges Bevölkerungswachstum: 1970 war die geplante Kapazität von 500.000 Einwohnern erreicht, 2009 lebten hier bereits 2,6 Mio. Menschen. Auf dem Satellitenbild erkennt man, wie sich Satellitenstädte ungeplant und fast willkürlich rund um die Kernstadt entwickelt haben.

 

Ort: Brasilia, Brasilien

Aufnahmedatum: 23.7.2002

Sensor: Landsat ETM+

 

USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Delta der Lena (Russland)

Das Delta der Lena in Russland ist eines der größten Flussdeltas der Erde, im Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt mit Seen und ihren Zuflüssen zu sehen. Aus Süden durch Russland fließend mündet die Lena weit nördlich des Polarkreises in das Polarmeer. Das Tundren-Feuchtgebiet unterliegt einer andauernden dynamischen Veränderung. Die Entstehung des Deltas begann bereits vor 1,6 Millionen Jahren im Pleistozän, der vergangenen Kaltzeit im Eiszeitalter. Zu dieser Zeit waren auch große Teile Deutschlands unter mächtigen Gletschern begraben. Die heutige Form des Schwemmdeltas entstand vor rund 7.000 Jahren.

 

Ort: Nordrussland

Aufnahmedatum: 27.07.2000

Sensor: Landsat 7 ETM+

Kanalkombination: R/G/B

USGS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Hochwasser in Australien

Starke Regenfälle in Queensland, Australien, ließen den Fitzroy River im Januar 2011 über seine Ufer treten. Weite Bereiche der Stadt Rockhampton wurden dabei überflutet. Das Falschfarbenbild macht den Unterschied zwischen dem braunen sedimentreichen Flusswasser und seiner Umgebung deutlich. Die reflektierenden Oberflächen der Gebäude sowie der Wolken, die die Szene umrahmen, glänzen weiß. Als das Hochwasser Ende Januar wieder zurückging hinterließ es eine Mischung aus Schlamm, stehendem Wasser und zerstörter Infrastruktur.

 

Ort: Rockhampton, Australien

Aufnahmedatum: 7.1.2011

Sensor: Terra ASTER

Kanalkombination: VIS/NIR

NASA/GSFC (Jesse Allen); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Grand Staircase-Escalante, Utah

Die geologische Geschichte des Grand Staircase-Escalante National Monument im amerikanischen Bundesstaat Utah umfasst über 275 Millionen Jahre. Das Bild zeigt einen zentralen Teil des Beckens. Die verzweigte Reliefform offenbart ein Netzwerk von Schluchten, welche vor Millionen von Jahren durch Flüsse erodiert wurden. Damals gab es in dem heute trockenen Gebiet deutlich mehr Niederschläge. Durch tektonische Hebung fiel das Gebiet nach und nach trocken.

 

Ort: Utah, USA

Aufnahmedatum: 15.5.2005

Sensor: EO-1 - ALI

 

NASA (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Künstliche Inseln in Dubai

Dubai ist für seine groß angelegten städtebaulichen Projekte und architektonischen Werke bekannt. Zu den auffälligsten zählen die künstlichen Inselgruppen „Palm Jumeirah“, „Palm Jebel Ali“ und The World“. Um die Inseln von Palm Jumeirah (im Bild unten links) über den Meeresspiegel zu "heben", wurden mehr als 50 Millionen Kubikmeter Sand ausgebaggert. Die Aufschüttung von ca. 320 Millionen Kubikmeter Sand für die 300 Inseln der „Welt“ (im Bild oben rechts) dauerte 6 Jahre. Für die umliegenden 27 Kilometer Wellenbrecher wurden rund 37 Millionen Tonnen Gestein verbaut.

 

Ort: Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

Aufnahmedatum: 13.1.2010

Sensor: ISS Digitalkamera

Kanalkombination: R/G/B

 

NASA/JSC; ISS Crew Earth Observations; Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Great Barrier Reef

Das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens ist mit seinen 2900 Einzelriffen und 71 Koralleninseln das größte Riffsystem der Welt. Auf dem Satellitenbild ist es besonders gut zu erkennen, weil das karbonatreiche Riffmaterial stark reflektiert und sich somit vom dunkleren Meerwasser gut abhebt. Direkt an der Küste ist der Austrag von Sediment vom Land in den Ozean zu erkennen, während sich das Material durch Verwirbelungen im offenen Meer farblich nicht mehr vom Wasser unterscheidet.

 

Ort: Australien

Aufnahmedatum: 6.8.2004

Sensor: Terra MODIS

 

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Gravitationswellen vor Australien

Dieses ungewöhnliche Bild der Interaktion von Atmosphäre und ruhigen Gewässern im Indischen Ozeans zeigt einen Teil des Pazifiks nordwestlich von Australien.
Das Phänomen der atmosphärischen Gravitationswellen entsteht durch ein Aufsteigen und Fallen der Luft in vertikalen Wellenbewegungen. Sinken die Luftmassen in der Wellenbewegung ab, rauen sie die Wasseroberfläche auf, welche dann auf dem Satellitenbild dunkler erscheint als die glatte Wasseroberfläche zwischen den Wellentälern. Wie im oberen Bildbereich zu sehen entstehen über den Wellenkämmen entstehen meist auch Wolken.

 

Ort: Australien

Aufnahmedatum: 27.10.2010

Sensor: Terra MODIS

 

NASA/GSFC (Jeff Schmaltz); Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Tödliches Gift vor Namibias Küste

Auf dem Satellitenbild ist eine türkise Wolke aus Schwefelwasserstoff vor der Küste Namibias zu erkennen. Diese hat sich am Meeresgrund durch mikrobakteriellen Abbau von organischem Material unter sauerstoffarmen Bedingungen gebildet. Der Schwefelwasserstoff ist für Fische und andere Meerestiere tödlich giftig und stellt die Fischerei immer wieder vor große Probleme. Über der türkisen Meerwolke sind Sandfahnen zu erkennen, die aus der Namib auf den offenen Ozean geweht werden.

 

Ort: Namibia

Aufnahmedatum: 17.6.2010

Sensor: Terra MODIS

NASA/GSFC, Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Die Chinesische Mauer

Das Bild zeigt ein Gebiet im Norden der Provinz Shanxi in China. Die Schneedecke reflektiert die zum Aufnahmezeitpunkt tiefstehende Sonne und hebt einen Abschnitt der Chinesischen Mauer hervor, die sich diagonal als schmale Linie durch das Bild zieht. Die "große Mauer", wie sie auch genannt wird, wurde über einen Zeitraum von 1000 Jahren erbaut und ist bereits über 2000 Jahre alt. In einer Länge von 7240 km erstreckt sie sich von Korea bis zur Wüste Gobi. Sie wurde errichtet, um China vor Übergriffen aus dem Norden zu schützen.

 

Ort: Shanxi, China

Aufnahmedatum: 9.1.2001

Sensor: Terra ASTER

 

 

NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov
Unterwasserhügel

Die hellblau schillernde Wasserfläche vor den Bahamas verdankt ihre Farbe der geringen Meerestiefe von teilweise weniger als 10 Metern. Sie stellt sozusagen die Erweiterung der Inseln unter der Wasseroberfläche dar. Der steile Abfall des Unterwasserhügels der Great Bahama Bank in große Tiefen (bis zu 400 Meter) ist durch die markante Farbänderung in tiefes dunkelblau gekennzeichnet. Die weißen Strukturen über den Inseln zeigen konvektive Wolken an: Feuchte Meeresluft wird durch die Landfläche der Inseln zum Aufsteigen gezwungen und kondensiert in der kalten Höhenluft aus.

 

Ort: Bahamas, Mittelamerika

Aufnahmedatum: 12.2.2009

Sensor: Aqua MODIS

Kanalkombination: R/G/B

NASA/GSFC (Jeff Schmaltz); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Hochgeschwindigkeitsstrecke in Italien

In der Nähe der kleinen Ortschaft Nardo, im Süden Italiens, befindet sich die Pista di Nardo, eine Hochgeschwindigkeitsbahn, deren kreisrunde Form auf dem Bild zu erkennen ist. Mit ihren überhöht gebauten Kurven erlaubt sie Fahrtgeschwindigkeiten von bis zu 500 km/h auf 12,6 Kilometern. Autohersteller und Rennfahrer nutzen den 1970 erbauten Ring als Teststrecke. Wer mit einer Geschwindigkeit von etwa 320 km/h auf dieser Teststecke fährt, dem kommt es nahezu wie eine lange, gerade Strecke vor.

 

Ort: Nardo, Italien

Aufnahmedatum: 17.8.2007

Sensor: Terra ASTER

Kanalkombination: R/G/B

NASA/GSFC; Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Schädliche Algenblüte im Atlantik

Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Atlantiks westlich von Irland, England und Frankreich im Frühling. Die türkisgrünen Wirbel zeigen eine großflächige Algenblüte an. Algenblüten sind grundsätzlich ein natürliches, jahreszeitliches Phänomen, bei massenhaftem Auftreten durch Nährstoffüberversorgung des Wassers können sie jedoch schädlich wirken. Ihre toxische Eigenschaft kann zu massenhaftem Fischsterben führen und die Überproduktion von Biomasse Ökosysteme aus ihrem natürlichen Gleichgewicht bringen.

 

Ort: Atlantik

Aufnahmedatum: 22.5.2010

Sensor: Terra MODIS

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Ouachita Mountains

Die Ouachita Mountains im zentralen Westen der USA sind über 300 Millionen Jahre alt. Heute sind sie durch Wind und Wetter stark abgetragen. Die auf dem Bild erkennbaren Überbleibsel waren einmal Teil eines viel größeren Gebirgszuges, der sich von Texas bis nach Südost-Kanada erstreckt haben könnte. Im Bild wurden Informationen aus den Wellenlängenbereichen des Infrarot, Rot und Grün kombiniert. Die Form der Berge ist komplex und bildet ein Muster von länglich gefalteten Strukturen heraus. In den Ebenen zwischen den Hängen sind Gewässer, Vegetation, Städte und Straßen zu erkennen.

 

Ort: USA

Aufnahmedatum: 13.11.2002

Sensor: Terra ASTER

Kanalkombination: R/G/IR

NASA/GSFC (Jesse Allen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Das Parana Delta

Das Delta des Parana Flusses ist ein riesiges bewaldetes Sumpfgebiet 30 Kilometer nordöstlich von Buenos Aires in Argentinien. Das Gebiet ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel für geführte Bootstouren. Darüber hinaus ist das Delta eines der weltweit größten Gebiete, um Vögel zu beobachten.

Das Falschfarbenbild zeigt den auffälligen Kontrast zwischen dichten Wäldern, feuchten Sümpfen, und dem blauen Band des Parana. Das Bild enthält Informationen aus dem kurzwelligen und nahen Infrarot sowie dem grünen Wellenlängenbereich.

 

Ort: Argentinien

Aufnahmedatum: 26.5.2000

Sensor: Landsat 7 ETM+

Kanalkombination: G/SIR/NIR

USGS/EROS; Link: http://visibleearth.nasa.gov
Gletscher in Patagonien

Patagonien ist eine Gebirgsregion an der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Der aus dem Gebirge ins Vorland fließende Gletscher (weiß) ist sichtbar von Gletscherspalten übersät. Der halbrunde Grat an der äußersten linken Seite des Bildes, der von drei Gletscherflüssen durchbrochen wird, besteht aus Gesteinsmaterial welches als Endmoräne von der Gletscherzunge über lange Zeit hinweg dort abgelagert wurde. Die Moräne markiert somit das Ende des Gletschers in vergangener Zeit und deutet auf einen Rückzug des Eises hin. Die Vegetation erscheint in diesem Falschfarbenbild rot.

 

Ort: Patagonien, Lateinamerika

Aufnahmedatum: 2.5.2000

Sensor: Terra ASTER

Kanalkombination: VIS/NIR

NASA/GSFC; Link: http://visibleearth.nasa.gov
Die Erde aus dem Weltall

Die Welt aus Sicht der Satelliten.

 

Aufnahmedatum: 11.07.2005

Sensor: Terra MODIS

NASA (Marit Jentoft-Nilsen, Robert Simmon); Link: http://earthobservatory.nasa.gov
Schiffswolken über dem Pazifik

Dieses Bild zeigt eindrucksvoll die Hinterlassenschaften von Schiffen in der Atmosphäre. Die weißen Wolkenspuren verändern die natürlichen Wolken: Abgaspartikel (Aerosole) verstärken die Reflektivität der Wolken, lassen sie dadurch mehr Wasser aufnehmen und verringern so die Niederschläge aus den Wolken. Obwohl Schiffe einen eher geringen Anteil an der Veränderung der Atmosphäre durch die Nutzung fossiler Brennstoffe haben, verdeutlicht dieses Beispiel die Auswirkungen des menschlichen Handelns auf die Umwelt.

 

Ort: Pazifik

Aufnahmedatum: 3.7.2010

Sensor: Aqua MODIS

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Wolkenwirbel über den GalapagosInseln

Die insgesamt 13 Inseln des Galapagos Archipel liegen im östlichen Teil des pazifischen Ozeans, etwa 1000 km westlich von Ecuador. Bekannt ist der Archipel durch seinen einzigartigen Reichtum an Tieren und Pflanzen und zählt heute zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Bekanntheitsgrad der Inselgruppe stieg durch die Arbeit von Charles Darwin, der während seiner Reisen auf die Inseln im Jahr 1835 Gedankenanstöße für seine Evolutionstheorie erhielt.

 

Ort: Galapagos Insel

Aufnahmedatum: 08.09.2010

Sensor: Terra MODIS

NASA/GSFC; Link: http://rapidfire.sci.gsfc.nasa.gov
Die große Salzwüste

Die große Salzwüste Dasht-e Kevir liegt im Iran östlich des Zagros-Gebirges. Die größte Wüste Irans ist eine gigantische Salzpfanne, in der Salzkrusten das Land vor der endgültigen Austrocknung schützen. Am linken Bildrand sieht man eine der wenigen Straßen, die die sonst weitgehend unbewohnte Einöde der Wüste durchquert.

 

Ort: Iran

Aufnahmedatum: 10.5.2003

Sensor: Landsat 7 ETM+

USGS/EROS; Link: http://earthexplorer.usgs.gov/
Abholzung des Regenwaldes

Die massive Abholzung der Regenwälder, wie man sie hier beispielhaft an einem Falschfarbenbild von Bolivien sehen kann, stellt die indigenen Völker Lateinamerikas vor große Probleme. Durch den Verlust ihres einst nachhaltig genutzten Lebensraums werden sie zunehmend marginalisiert und in die Armut getrieben. Tropische Regenwälder sind besonders empfindlich gegenüber Eingriffen von außen, da sie ihr ganzes Potenzial aus den natürlichen Stoffkreisläufen ziehen und der Boden kaum über Nährstoffvorräte verfügt. Nach der Ausbeutung der Böden folgt die schnelle Aufgabe der Felder, es bleiben häufig gigantische Narben in der Landschaft zurück. Die Flächen werden wohl nie wieder eine so große Artenvielfalt hervorbringen können, die sie sich einst auszeichneten.

 

Ort: Bolivien

Aufnahmedatum: 9.8.2002

Sensor: Landsat 7 ETM+

Kanalkombination: IR/G/B

 

USGS; Link: http://visibleearth.nasa.gov

Das Modell zeigt die Winde auf der Erde. In Weiss sind bodennahe Windströmungen (0-40 m/s) dargestellt, die Winde in der oberen Stratosphäre (0-175 m/s) sind farbig, wobei rot die höchste Geschwindigkeit darstellt. Zyklone heben sich so als deutliche weisse Punkte über dem Meer ab. Die "bunten Wellen" zeigen die Jetstreams.

 

Die Modellierung basiert auf mehrjährigen satellitengestützten Aufnahmen, u.a. von Meresoberflächentemperaturen und Emissionen aus Waldbränden, Vulkanausbrüchen und anthropogenen Quellen.

 

Modell: GEOS-5

Auflösung: 10 km

NASA GSFC; Link: http://www.nasa.gov/

Der Taifun Haiyan traf am 8. November 2013 mit  Windgeschwindigkeiten bis zu 315 km/h und einer gewaltigen Sturmflut auf den Philippinen ein. Dadurch wurde eine Wasserwand von 7,5 m Höhe über die Stadt Tacloban, die fast vollständig weniger als 5 m über dem Meeresspiegel liegt, gedrängt. Im Satellitenbild des ASTER-Sensors zeigt Vegetation in rot, bebaute Flächen in weiss bis silbern, Boden in braun und Wasser in schwarz. Die weissen Tupfer sind Wolken.
An den braunroten Hügeln zeigen sich die Schäden an den lokalen Wäldern, in denen die Bäume keine Blätter mehr haben oder umgeknickt sind. Ob der Sturm dafür verantwortlich war, lässt sich jedoch nicht sicher sagen, da die Region häufig von Wolken bedeckt und somit schwer zu beobachten ist.

Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass die weiss-grauen Bereiche nahe der Küste häufig von braun durchzogen werden, an der südlichen Küste ist nur noch wenig Siedlungsfläche erkennbar. Die Flut hat viele der Gebäude weggerissen und Schlamm durch die Straßen gespült. Im südlichen Küstenbereich sind ausserdem einige langgezogene schwarze Flächen zu sehen, in denen sich Wasser aus der Flut gesammelt hat.

 

 

Ort: Philippinen

Aufnahmedatum: 15.11.2013

Sensor: Terra ASTER

USGS / EROS; Link: http://earthobservatory.nasa.gov/

Vor etwa 290 Millionen Jahren stürzten zwei große Asteroiden auf die Erde. Die Krater, die sie hinterlassen haben sind als Seen noch heute sichtbar und ein beliebtes Motiv von Astronauten im Orbit.ihre Durchmesser betragen 26 und 36 km.

 

Zur Zeit des Einschlags lag die Region noch in Äquatornähe doch durch plattentektonische Verschiebungen wurden sie nordwärts geschoben und liegen im heutigen Kanada, in der Provinz Quebec. Während der Eiszeiten in den letzten paar Millionen Jahren wurde die Landschaft von Gletschern abgeschliffen. Als diese abschmolzen, hinterliessen sie nackten Fels und viel Wasser, welches sich in den Spuren der Gletscher sammelte und das dichte Netzwerk aus geraden Flüssen und Seen schuf.

 

Ort: Quebec, Kanada

Aufnahmedatum: 29.06.2013

Sensor: Landsat 8 - OLI

NASA Earth Observatory, Link: http://earthobservatory.nasa.gov/

Dichter Smog hat sich über dem Norden Chinas ausgebreitet, nahezu flächendeckend von Beijing bis nach Shanghai, was mit 1.200 km etwa der Entfernung zwischen Kiel und Florenz entspricht. Der Smog zeigt sich auf dem Bild als bräunlich-graue Fläche. Die Konzentration des lungengängigen Feinstaubs in Beijing betrug an diesem Tag 480 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³), in Shanghai 355. Der Grenzwert, ab dem die WHO die Konzentration als gesundheitsgefährdend einstuft, liegt bei 25 µg/m³.

 

Die großen weissen Flächen sind Nebel oder Wolken. Unter dem Smog sind entlang der Küste gerade noch so die Sedimenteinträge des gelben Flusses und des Jangtse ins Meer zu erahnen.

 

Ort: China

Sensor: Terra MODIS

Aufnahmedatum: 07.12.2013

NASA, LANCE MODIS Rapid Response

Der Vulkan Sakura-Jima auf der japanischen Insel Kyushu hat eine dichte Aschewolke ausgeworfen. Im Moment ist es mit mehreren hundert Ausbrüchen im Jahr der aktivste Vulkan Japans. Die Eruptionen sind normalerweise eher klein, aber manchmal steigt durch einen großen Ausbruch eine 3,8 km hohe Aschewolke auf.

 

Der Vulkan, der übersetzt "Kirschblüteninsel" heisst und über einen Kilometer hoch ist, liegt ganz im Süden der japanischen Hauptinseln in der Präfektur Kagoshima. In der näheren Umgebung finden sich nicht nur viele weitere Vulkane (z.B. nord-nordwestlich die Kirishima-Vulkangruppe), sondern auch einige Städte mit mehreren hunderttausend Einwohnern, wie das direkt gegenüber des Sakura-Jima gelegene Kagoshima.

 

Ort: Japan

Aufnahmedatum: 23.11.2013

Sensor: Landsat 8 - OLI

NASA Earth Observatory