Das Wetter im Satellitenfilm

Ein sehr wichtiges Einsatzgebiet von Fernerkundungsdaten ist die Meteorologie. Die Meteorologie beschäftigt sich vor allen Dingen mit dem Wetter, der Witterung und dem Klima. Das Wetter bezeichnet den aktuellen und spürbaren Zustand der unteren Atmosphäre (Regen, Sonne etc.). Betrachten Meteorologen das gesamte Wetter von Wochen oder Monaten sprechen sie von Witterung. Und wird dieser Beobachtungszeitraum auf ungefähr 30 Jahre ausgedehnt spricht man von Klima. Die Fernerkundung ist bei allen drei Beobachtungzeiträumen ein wichtiges Instrument.

 


Satellitenfilm des Wetter-Satelliten Meteosat vom 14. Juni 2011 (Bilder von Eumetsat (MSG)).

 

 

Die meisten Satellitensensoren haben eine zeitliche Auflösung von ungefähr 14 Tagen. Es gibt aber auch Satelliten mit einer sehr hohen zeitlichen Auflösung, die sogar alle 15 Minuten Aufnahmen des gleichen Gebietes machen können. Hierzu gehört z.B. der Meteosat-Satellit. An einem Tag macht Meteosat 96 Aufnahmen. Lässt man sich alle Bilder eines Tages schnell hintereinander anzeigen, so kann man von einem Satellitenfilm sprechen. Wie man im Satellitenfilm vom 14. Juni 2011 sehen kannt, kann solch ein Film sehr gut zur Beobachtung von Wolkenenstehung und zur Wettervorhersage eingesetzt werden.

Meteosat hat zwar mit ca. 2 km eine sehr grobe räumliche Auflösung, dafür nimmt er mit einer einzigen Aufnahme die Erde vom Nordkap bis zum Kap der Guten Hoffnung und vom Amazonas bis zu Euphrat und Tigris auf. 

 

Meteosat-Bild der "Erdscheibe" vom 21.3.2012


Meteosat-Aufnahme vom 21. März 2012 (© Eumetsat (MSG)).


 


Fazit:

Reiht man in kurzen Abständen aufgenommene Satellitenbilder aneinander, erhält man einen Satellitenfilm. Mit Hilfe von Satellitenfilmen kann man sehr gut die Prozesse und Muster des Wettergeschehens auf der Erde erfassen und analysieren.