Katastrophenhilfe aus dem All

Als Naturkatastrophe wird ein Ereignis in der Natur bezeichnet, das eine Gefahr für den Menschen darstellt. Beispiele für Naturkatastrophen können also Erdbeben, Überschwemmungen, Tsunamis oder Waldbrände sein. Die Fernerkundung kann helfen, diese Gefahren frühzeitig zu erkennen und einzugrenzen Die Fernerkundung kann aber auch genutzt werden, um bei Eintritt einer Katastrophe das Ausmaß der Schäden zu ermitteln und die humanitäre Hilfe zu koordinieren. Hierzu müssen Fernerkundungsdaten beschafft, aufbereitet, analysiert und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst werden (z.B. in Form einer thematischen Karte oder eines digitalen Modells der Krisenregion).

 

Hochwasser in Köln

 

Bilder eines Hochwassers in Köln (© Kölner Stadt Anzeiger).

 

 

Aber was heißt das nun konkret?

Wenn z.B. ein Gebiet hochwassergefährdet ist, dann können mit Hilfe der Fernerkundung Gefahrenkarten erstellt werden. Das sind Karten, die zeigen, welche Regionen besonders betroffen sind, wenn ein Hochwasser eintritt. Hier können dann, auf Grundlage der fernerkundlichen Analyse, Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Das können Verordnungen für Neubaugebiete oder der Bau von Deichen oder Hochwasserschutzmauern sein, aber auch die Aufklärung der dort lebenden Menschen.

Unten sieht man eine solche Hochwasser-Gefahrenkarte für zwei Pegelstände des Rheins in Köln: für 9,5 m und 12,5 m. Der normale Pegel des Rheins beträgt nur etwa 3,55 m!

 

 

Hochwasser-Gefahrenkarte der Stadt Köln bei einem Pegelstand des Rheins von 9,5m und 12,5m. Drei Meter Unterschied machen viel aus! (Bilder von Hochwasserschutzzentrale Köln)



 


 Fazit:

 Tritt ein Hochwasser ein, so kann das Ausmaß der Katastrophe durch Satellitenbilder analysiert werden. Wo muss Menschen geholfen werden? Welche weiteren Risiken bestehen? Welche Straßen können die Helfer noch benutzen? Wo sind eventuell Menschen in ihren Häusern eingeschlossen? Diese und andere Fragen können mit der Analyse von Fernerkundungsdaten beantwortet werden.